Programm 2019


Der Kartenvorverkauf beginnt am 28. Februar 2019.

 

JEU Trio Amsterdam

Pfingstmontag, 10. Juni 2019, 11 Uhr · Frauenkirche Lienzingen

 
 

Ursula Schoch  ·  Violine
Jérôme Fruchart  ·  Violoncello
Eke Simons  ·  Klavier

  • Ludwig van Beethoven  ·  „Erzherzog-Trio“ op. 97
  • Arvo Pärt  ·  „Mozart Adagio“
  • Robert Schumann  ·  Klaviertrio Nr.3 op. 110
 

Erlesene Kammermusik, der vielleicht edelsten aller Musikgattungen, steht – wie A & O – am Beginn und am Ende der diesjährigen Lienzinger Sommersaison.
Den Anfang machen drei exzellente, in Amsterdam beheimatete Musiker/innen, deren Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen aber ebenso ihre Freude am Triospiel sie zur Namensgebung ihres Ensembles bewogen.

Passend zum Pfingstmontagmorgen wählten sie als Auftakt das in lyrischer Grundstimmung gehaltene B-Dur-Klaviertrio, das Beethoven wie so manch anderes Werk seinem jungen, musikliebenden Freund Erzherzog Rudolph widmete.

Mit der Transkription eines der bewegendsten Sätze des jungen Mozarts, dem Adagio der Klaviersonate KV 280, huldigt Pärt seine Affinität zu dessen Musik. Kein Arrangement, keine Collage – eine ehrfurchtsvolle Annäherung und Begegnung zwischen achtzehntem und zwanzigstem Jahrhundert.

Blühende melodische Gedanken aber auch rätselhaft Unerlöstes verbinden sich dann zu einer einzigartigen Schönheit in Schumanns drittem Klaviertrio.

Rastrelli Cello Quartett

Sonntag, 30. Juni 2019, 11 Uhr · Frauenkirche Lienzingen

 
 

Kirill Kraftsoff  ·  Violoncello
Mischa Degtjareff · Violoncello
Kirill Timofeev · Violoncello
Sergio Drabkin · Violoncello

  • David Popper  ·  „Tarantella“
  • Pjotr Tschaikowsky  ·  „Andante cantabile“ aus dem Streichquartett N°1
  • Edvard Grieg  ·  „Solveig’s Lied“, „In der Halle des Bergkönigs“ aus der „Peer Gynt“-Suite
  • Johannes Brahms  ·  Ungarische Tänze
    „Beatles Songbook“  ·  Beliebte Songs in originellen Bearbeitungen
 
 

Wiederbegegnung mit einem faszinierenden Ensemble, das schon 2005 und wieder 2009 und 2013 das Lienzinger Publikum begeisterte.

„Wir sind alle klassisch ausgebildet, doch wollen wir beweisen, dass mit dem Cello jeder Musizierstil von Barock bis Free Jazz überzeugend interpretiert werden kann.“
Und warum „Rastrelli“?
„Drei von uns sind in St. Petersburg geboren und verbrachten ihre Kindheit und Studienjahre in dieser Stadt. So benannten wir unser Celloquartett nach dem genialen italienischen Architekten, der vor 300 Jahren von Peter dem Großen berufen wurde, die neue Hauptstadt zu erbauen.“
Ihre Intentionen?
„Wir versuchen zu vergessen auf welchem Instrument wir spielen. Unsere Hörer sollen ein Saxophon, ein Bandoneon klingen hören, und wenn wir Ragtimes spielen, wollen wir sie in ein Stummfilmkino versetzen...“

Weltweite Erfolge bestätigen den außergewöhnlichen Kurs der vier musikalischen Grenzgänger.  

sueddeutsche kammersinfonie bietigheim

Sonntag, 14. Juli 2019, 11 Uhr · Frauenkirche Lienzingen

 
 

Solisten:
Kai Kluge  ·  Tenor
Reimer Kühn  ·  Horn
Chihiro Saito  ·  Violoncello
Leitung:
Peter Wallinger

  • Benjamin Britten  ·  Serenade für Tenor, Horn, und Orchester op. 31
  • Franz Schubert  ·   “Arpeggione”-Sonate D 821 für Violoncello und Orchester
  • Antonin Dvořák  ·  Serenade E-Dur
    op. 22
 
 

Zwei herrliche Serenaden schmücken das Programm dieser sommerlichen Matinee.

Ein Prolog und ein aus der Ferne vorgetragener Epilog des Horns bilden in Brittens Opus 31 den Rahmen zur atmosphärischen Vertonung einer Reihe stimmungsvoller Gedichte aus fernen Zeiten.
Mit dem jungen, preisgekrönten lyrischen Tenor Kai Kluge und dem Solohornisten Reimer Kühn, beide von der Staatsoper Stuttgart, konnten hierfür zwei exzellente Solisten gewonnen werden.
Dvořáks E-Dur-Serenade erklingt in frischer Natürlichkeit und musikantischem Schwung, verbunden mit fesselnder Rhythmik und einem ungeheuren Reichtum an melodischen Einfällen.
Dazwischen interpretiert die Solo-Cellistin der Kammersinfonie, Chihiro Saito, die in Heiterkeit und Melancholie leuchtende Arpeggione-Sonate – eine Perle Schubertscher Kammermusik.
 

Ensemble „Klangschmelze“ Freiburg

Sonntag, 28. Juli 2019, 11:00 Uhr · Frauenkirche Lienzingen

 
 

Leonard Schelb  ·  Traversflöte
Swantje Hoffmann  ·  Viola & Violine
Ricardo Magnus  ·  Fortepiano (Hammerklavier)

 

„Der große Bach“

  • Carl Philipp Emanuel Bach  ·  Triosonate G-Dur Wq. 150 für Traversflöte, Violine und Basso Continuo
    Duett e-moll Wq. 140 für Traversflöte und Violine
  • Johann Sebastian Bach  ·  Triosonate aus dem „Musikalischen Opfer“ BWV 1079
  • Carl Philipp Emanuel Bach  ·  Fantasie fis-moll Wq. 67 für Fortepiano 
    "C.P.E. Bachs Empfindungen"
    Quartett D-Dur Wq. 94 für Fortepiano, Flöte und Bratsche
 

„Wer ist der große Bach?“ Diese Frage würde man heute wie selbstverständlich mit Johann Sebastian beantworten. Aber wie war dies 1760? Da war es gewiss der Berliner Carl Philipp Emanuel, denn die Musik seines Vaters geriet relativ schnell in Vergessenheit, man empfand diese bereits als veraltet.
Das Ensemble „Klangschmelze“ hat sich jahrelang mit der sogenannten „Berlinischen Musik“ beschäftigt und spielt auf historischen Instrumenten wie Traversflöte und Hammerklavier vorwiegend Programme mit galanten und empfindsamen Werken.

In Lienzingen bringen die Drei die letzten Werke von C.P.E. Bach zu Gehör und paaren diese mit der ergreifenden Triosonate aus dem „Musikalischen Opfer“ von Vater Johann Sebastian.
„Eine höchst charmante, überzeugende Einladung, den Bach-Sohn neu zu entdecken“ schreibt die FAZ begeistert über die soeben erschienene CD des Ensembles.

Podium junger Künstler

Sonntag, 8. September 2019, 11 Uhr · Frauenkirche Lienzingen

 
 

„Musikalische Szenerien“
Konzeption und künstlerische Leitung: Simon Wallinger

Abschlusskonzert der „Lienzinger Akademie 2019“

Samstag, 07. September 2019, 18 Uhr · Frauenkirche Lienzingen
eintrittsfreies Werkstattkonzert mit Einblicken in die diesjährige, originelle Programmkonzeption.

  • Georg Philipp Telemann  ·  „La Bizarre“ Ouvertüren-Suite
  • John Cage  ·  aus: “Apartment House 1776”
  • Wolfgang Amadeus Mozart  ·  Divertimento F-Dur KV 138
  • Arvo Pärt  ·  Silouans song („my soul yearns after the lord...“)
  • Heinrich Ignaz Franz Biber  ·  Battalia à 10, „...mit Arien imitirt und Baccho dedicirt.“
 
 

Auch die diesjährige 7. Lienzinger Akademie bietet jungen, ambitionierten Solisten aus ganz Europa die Gelegenheit zu höchst originellen Programmkonzeptionen, die den besonderen Raum der Frauenkirche miteinbeziehen.

Zwei außergewöhnliche Werke barocker Komponisten bilden den Rahmen: G.Ph. Telemanns eigensinnige, unablässig Witz und Humor versprühende Ouvertüren-Suite „La Bizarre“ und die effektvollen Szenenfolgen der „Battalia“ von H.I.F. Biber.

Dreihundert Jahre später greift John Cage die Idee eines tönenden Geschehens in ganz anderer Art auf: Hymnen aus der Zeit der amerikanischen Revolution erklingen geheimnisvoll verwoben in seinem „Apartment House 1776“.

Eindringlich spricht Pärts Textvertonung des Heiligen Siluan. Opernhaftes Dialogisieren dann in Mozarts instrumentalem „Vergnügen“.

Lotus String Quartet

Sonntag, 22. September 2019, 11 Uhr · Frauenkirche Lienzingen

 
 

Sachiko Kobayashi  ·  Violine
Mathias Neundorf  ·  Violine
Tomoko Yamasaki  ·  Viola
Chihiro Saito  ·  Violoncello

  • Franz Schubert  ·  Quartettsatz c-moll D 703
  • Mendelssohn Bartholdy  ·  Streichquartett f-moll op. 80
  • Friedrich Smetana  · Streichquartett Nr. 1 e-moll  „Aus meinem Leben“
 
 

Drei Werke von allergrößter Intensität des Ausdrucks stehen am Ende dieses Lienzinger Musiksommers, ausgeführt vom renommierten Lotus String Quartet, das seit vielen Jahren die Frauenkirchenkonzerte mit seiner außergewöhnlichen Spielkultur bereichert.
Schubert findet in seinem Quartett-Satz von 1820 höchst komprimiert zu einem ausdrucksgewaltigen Wechselspiel von Licht und Dunkel.
Mendelssohn Bartholdy komponiert sein letztes Streichquartett unter dem Eindruck des frühen Todes seiner Schwester, zurückgezogen in den Schweizer Bergen, in einer aufgewühlten Tonsprache, die in seinem Schaffen ihresgleichen sucht.
Und bekenntnishaft schreibt Smetana eine leidenschaftlich bewegte Autobiografie in Tönen, beginnend mit tanzfrohen Jugendjahren über Glücksstunden erster Liebe und ausgelassener Lebensfreude bis hin zum schmerzhaften Moment des Ertaubens, ausgedrückt mit einem durchdringenden hohen “e” der ersten Violine.

“Aus meinem Leben” – so könnten auch die beiden Werke von Schubert und Mendelssohn, jedes in seiner Eigenart, überschrieben sein.